„Am liebsten mag ich Quereinsteiger“

Aus Legosteinen etwas zu bauen macht Spaß. Und in Dinosaurier-Büchern zu blättern ist hochinteressant. Aber wäre es nicht noch viel spannender, als Dino-Fan den riesenhaften Tieren von einst im heimischen Wald zu begegnen? Oder einmal selbst zum Lego-Helden, zur Lego- Heldin zu werden? Das Legoland in Günzburg und das Dinosaurier Museum Altmühltal in Denkendorf sind zwei Attraktionen, deren Anziehungskraft weit über Bayern hinausstrahlt. Klar, dass dort auch einheimische Familien gerne vorbeischauen. In dem zu Legoland gehörenden Feriendorf mit seinen 470 Zimmern, 39 Campingfässern und 165 Stellplätzen kommen zehn Prozent der Übernachtungsgäste aus Bayern. Im Legoland selbst sind die Zahlen deutlich höher. Sogar Familien, die direkt aus Günzburg kommen und schon vieles kennen, profitieren von der guten Infrastruktur. „Das Legoland Feriendorf ist kein abgegrenzter Bereich, es gibt keinen Zaun“, erzählt Hoteldirektor und Ideen-Baumeister Christian Sichert. „Auch Einheimische können die Minigolfanlage, den Hochseilgarten oder die Bowlingbahnen nutzen und ohne Eintritt unsere 20 Spielplätze besuchen. Viele kommen auch gerne zum Sonntagsspaziergang vorbei. Oder zum Eisessen.“
© LEGOLAND Deutschland ResortDem Tourismusexperten macht es viel Spaß, im Team neue, ungewöhnliche bernachtungsmöglichkeiten auszutüfteln. Er sagt: „Es ist, als ob man vor einer Kiste Lego-Steinen sitzt: Alles ist da, aber man braucht Ideen, um etwas zu bauen.“ Gleichzeitig genießt er es, übers Gelände zu spazieren, Ansprechpartner für die Gäste zu sein und zu schauen, ob alle zufrieden sind. „Wir können im Legoland und im Feriendorf jedes Kind abholen, ganz egal, ob es sich als Burgfräulein, als Pirat oder als Rennfahrer fühlen möchte. Das finde ich schon klasse.“ Sogar die eigene Tochter, mittlerweile 14 Jahre und damit dem Lego-Alter entwachsen, schaue noch mit Freundinnen vorbei, wenn es eine neue Attraktion gebe, erzählt Christian. Und mal abgesehen vom Spaß und den vielen Spielmöglichkeiten für Kinder: Legoland ist auch für die Eltern wichtig. Als wichtiger Arbeitgeber und einer, der – sagt Christian – flexible Jobmodelle anbietet.
Gibt es auch Nachteile, wenn man so eine Mega-Attraktion vor Ort hat, Christian? Klar, lacht der Hoteldirektor. Wenn man abends beim Italiener in der Stadt keinen Platz mehr kriegt. Aber, fragt er sich auch: Gäbe es den Italiener und die anderen Restaurants ohne Legoland überhaupt?
„Legoland ist auch für Eltern wichtig. Zum Beispiel als flexibler Arbeitgeber“
Eine gute Infrastruktur schafft eben in erster Linie zusätzliche Lebensqualität. Für die Bewohner des 150 Kilometer nordöstlich von Günzburg gelegenen Altmühltals etwa ist die ferne Welt der Dinosaurier nur einen Katzensprung entfernt. Weil in der fossilienreichen Gegend (von hier stammt u.a. der berühmte Urvogel Archäopteryx) besonders spannende Knochen von Urzeit-Giganten gefunden wurden, entstand in Denkendorf das Dinosaurier Museum Altmühltal. Das hat unter anderem dazu geführt, dass dort nun ungewöhnlich viele Kinder und Jugendliche als Berufswunsch Paläontologe angeben. „Auch mich hat das Konzept hier total überzeugt“, erzählt Marketing- und Vertriebsleiter Volker Herzog. „Unser Dinopark draußen mit über 70 lebensgroßen Nachbildungen ist unterhaltsam und informativ, aber wir sind auch ein Museum, das einzigartige Originalskelette zeigt und eine eigene Präparation hat.“
© Oliver Strisch, Dinosaurier Museum Altmühltal400 Millionen Jahre Erdgeschichte in einem Museum
Zum echten Dino-Fan ist Volker erst im Altmühltal geworden. Seine Lieblingsexponate sind die beiden „bösen Buben Rocky und Little Al“ – die echten Skelette eines jungen T.rex und des jüngsten jemals entdeckten Allosauriers. „Mich fasziniert auch der große Zeitraum, in dem die Saurier gelebt haben – 150 Millionen Jahre – und was da alles passiert ist. Die Vielfalt der Tiere ist riesig, und dann ihre Größe! So ein Diplodocus konnte 33 Meter lang werden und hatte einen sechs Meter langen Hals. Wenn man dem bei uns im Wald begegnet, vergisst man das so schnell nicht mehr.“
„Wir richten auch Firmenfeiern und Gala-Abende unter den Originalskeletten aus“
Während viele bayerische Besucher ab und zu herkommen, um zu sehen, was es Neues gibt, leben die Menschen in der Region mit ihrem „Dinopark“. Sie haben oft eine Jahreskarte, kommen auch mal zum Kaffeetrinken her, während die Kinder in der Mitmachhalle nach Fossilien hämmern. Volker: „An ,Dinoween‘, unserem Halloween, haben wir Abendführungen durch den mystischen Wald angeboten. Im Winter gibt es Live-Vorführungen zum Thema Steinzeit und Eiszeit. Kinder können bei uns Geburtstag feiern, und auch Firmenevents in der Museumshalle unter den Originalskeletten sind möglich.“ Und wie wird man jetzt Paläontologe, Volker? Der Marketingexperte lacht: „Am besten über ein Praktikum bei uns. Oder man schnuppert beim ‚Girls & Boys Day‘ rein.“ Ist schießlich nie zu spät, eingefleischter Dinosaurier-Fan zu werden. Und erst recht nie zu früh.
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© LEGOLAND® Deutschland Resort/Anna-Lena Ehlers; Julia Rotter; LEGOLAND Deutschland Resort (6); Dinosaurier Museum Altmühltal – Manuel Ringlstetter; Dinosaurier Museum Altmühltal; Julia Rotter; Dinosaurier Museum Altmühltal – Oliver Strisch









